Das "Blyderivierspoort Nature Reserve" liegt auf dem Wege
von Johannesburg zum
Krüger Nationalpark
am Rand der Osttransvaaler Drakensberge. Hier fällt das Highveld steil
zum Lowveld ab. Durch den sich einschneidenden Blyde River entstanden herrliche
Landschaften deren Besichtigung man auf keinen Fall versäumen darf.
Wir übernachteten in Graskop, einem kleinen Städchen
am Südwestrand des Nationalparks. Von hier aus kann man wunderschöne
Tagestouren in die reizvolle Umgebung unternehmen. Wir wollten uns nicht
schon am Anfang unserer Tour vom Zeitplan lösen, und so blieben wir
nur knapp zwei Tage in dieser Gegend - eigentlich eine Sünde. Nach
einem gemütlichen Abend am Grill vor unserem Chalet, legten wir uns
zur Ruhe.
Am
nächsten Morgen ging es schon früh los. Ein strammes Programm
lag vor uns. Dieser Nationalpark strotzt nur so vor Attraktionen. Herrliche
Ausblicke fast an jeder Ecke.
Einer der berühmtesten ist zweifellos "Three Rondavels".
Diese Felsformation ähnelt wirklich sehr den runden Hütten der
hier ansässigen Stämme. Eigentlich müßte man hier
verweilen und etwas auf eigenen Füßen erkunden, aber die Sonne
treibt Beate schon nach kurzer Zeit zurück ins klimatisierte Auto.
Wir anderen konnten uns von diesem Blick nicht so schnell losreißen,
kann man doch von hier aus bei klarer Sicht bis in den
Krüger
Park sehen.
Ein weiteres Highlight des Parkes sind die reißenden Stromschnellen
sowie die vielen beeindruckenden Wasserfälle. Da ich ein begeisterter
Fan von Wasserfällen bin, mußten wir einige von ihnen
doppelt anfahren. Schließlich mußte jeder Wasserfall fotografiert
werden - natürlich in der Sonne. Bei einer Tour durch den Blyde River
Canyon darf man auch einen Stop an den "Bourke's Luck Potholes"
nicht versäumen. Obwohl hier ein zentraler Anlaufpunkt für Bustouristen
ist, muß man den Zusammenfluß von Blyde River und Treur River
gesehen haben. Bizarre Strudellöcher und etliche Wasserfälle
lassen einen mit der Zunge schnaltzen.
Auf dem Weg in den Krüger Nationalpark machten wir noch einen
kleinen Abstecher in das alte Goldgräberstädtchen Pilgrim's
Rest. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Fast das gesamte
Stadtbild ist unverändert. Eine wirklich gelungene Zeitreise. Gefangengenommen
durch diese Umgebung wurden auch wir vom Fieber der alten Goldgräber
angesteckt. Und so nutzten wir die Gelegenheit und versuchten unser Glück.
Natürlich hatte das keinen positiven Einfluß auf unsere Reisekasse.
Spaß hatten wir alledings mächtig. Claudia fand sogar ein Stückchen
Gold - ca 0,5 x 0,3 mm groß, oder eher klein.
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