Kapstadt

 

 

 

Einer unserer Tagesausflüge führte uns von Stellenbosch zum Kap der Guten Hoffnung. Besser gesagt waren es gleich zwei Ausflüge, da wir es beim ersten Mal nicht geschafft hatten uns alles in der nötigen Gründlichkeit anzusehen. Den guten Tips des Reiseführers folgend fuhren wir die Ostküste der Kaphalbinsel hinunter. Unsere erste Station war Simons Town. Ein kleines altes Städtchen mit dem Charme der alten Kolonialzeit. 
Noch fahren wir an der warmen Küste des Indischen Ozeans entlang, noch wäre also Zeit zum baden. Aber wir sind viel zu neugierig, so treibt es uns weiter. Ein Stück südlich von Simons Town liegt der Boulder Beach, die einzige Festlandskolonie von Pinguinen auf der Welt. Die lustigen Tierchen lassen uns für Stunden verweilen. Das wird wohl der Grund dafür sein, daß wir bei unserem ersten Ausflug nicht bis zum Ende vorarbeiten konnten. 
Bei unserem zweiten Anlauf schafften wir es dann - Vorstoß bis zum "Kap der Guten Hoffnung". Der erste Name dieser Gegend lautete "Kap der Stürme". Wir können nachempfinden, wie es zu diesem Namen kam. Und natürlich war das wieder ein Punkt für unsere beiden Vermesser. 
Von nun an ging es immer an der Westküste der Kaphalbinsel zurück nach Kapstadt. Bald merkten wir den Vorteil unserer Reiserichtung. Die schroffen Felsen strahlten in der Abendsonne und die Brandung des Atlantik tobte an die Küste. Zwölf Apostel ist der Name dieser genialen Gegend. 
Und das geht jetzt über etliche Kilometer so weiter. Zu diesen Felsen gesellt sich ab und zu noch eine malerische Bucht. Nun zeichnet sich schon die Nähe von Kapstadt ab. Erste Häuser schmiegen sich an die Felsen. Nach einigen Kurven erreichen wir schließlich Campsbay. Dies scheint der Treffpunkt aller Anbeter des Sonnenuntergangs zu sein. Der Strand ist jedenfalls gut besucht. Man kann sich auch kaum etwas schöneres vorstellen. Nachdem der rote Feuerball im Meer verschwunden ist, setzten wir uns auch noch in ein Restaurant an der Strandpromenade und ließen uns ein leckeres Steak schmecken. Dann ging es wieder zurück ins geliebte Stellenbosch. 

Ein weiter Tagesausflug führte uns direkt nach Kapstadt. Das Wahrzeichen dieser Stadt an den zwei Ozeanen ist zweifellos der Tafelberg. Meistens ist er vom Tafeltuch bedeckt, so nennt man die Wolken die den Gipfel des Berges umhüllen. Doch wir hatten das Glück den Berg auch mal ohne Tischtuch zu sehen. 
Natürlich nutzten wir sofort die Gelegenheit und fuhren mit der Seilbahn auf den Gipfel und wanderten etwas auf dem gewaltigen Hochplateu. Nun wollten wir den Tafelberg auch nochmal in seiner vollen Schönheit bewundern. Die beste Gelegenheit dazu hat man von Blouberg Strand. Dieser Blick sollte auch unser Abschied von einem wirklich wunderschönen Land sein, zu dem wir mit Sicherheit nocheinmal zurückkehren werden. 

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© 30.01.2005

 

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