Krüger Park

 

 

 


Aus dem Blyde River Canyon fuhren wir nun voller Erwartung in den Krüger Nationalpark. Da wir einem Tip aus dem Reiseführer folgen wollten, fuhren wir über Mica zum weiter nördlich gelegenen Tor des Krüger Parks in Phalaborwa. Bei Mica wollten wir uns die Hippo Pools ansehen. Wir fanden zwar einige Nilpferde, aber man kann nicht sagen, daß es sich gelohnt hätte. 

Durch den Umweg wurde es zeitlich wieder ziemlich knapp, so daß wir froh waren, daß wir unser Quartier im Olifants Camp bereits aus Deutschland gebucht hatten. Gestern hatten wir die Rondavels noch als Felsenformation bewundert, heute schliefen wir schon in selbigen. Trotz der bis zum Abend anhaltenden Hitze (die Klimaanlage lief die ganze Nacht) hatten wir uns aus Respekt vor den Malaria-Mücken in lange Hosen und Hemden gehüllt. Dies galt von nun an ständig für die Stunden nach dem Sonnenuntergang. 

Im Morgengrauen ging es los. Jetzt sollten unsere Fotografen etwas zu tun bekommen! Jeden Tag ging es auf Safari. Jedem Großwild wurde mindestens ein Film gewidmet. Zwar waren die Teleobjektive nicht allzu gewaltig, doch kamen die Viecher nah  genug heran - manchmal fast zu nah. Einem Elefanten wurde unsere Gesellschaft beim Mittagessen dann doch zu lästig. Mit zwei schnellen Schritten veranlaßte er unseren Fahrer Claudia zu einem flotten Kavalierstart. 
 

 Trotz aller gegenteiliger Tips der mitgeführten Reiseführer, ist die beste Beobachtungszeit nicht am frühen Morgen, sondern in der Mittagsglut. An den vielen Wasserlöchern tummelt sich alles was Rang und Namen hat. Geduld und der richtige Riecher verhalfen uns immer wieder zu tollen Tiererlebnissen. So verfolgten wir einige Zeit eine einsame Giraffe. Nach und nach kamen dann noch einige Tiere der Herde am Wasserloch zusammen. Beim Anblick der trinkenden Giraffen konnten wir uns kaum noch im Auto zurückhalten. Aber aussteigen ist strengstens verboten. Das hat auch seinen Grund. Ein paar Kilometer weiter fanden wir eine Horde Löwen, die sich gerade mit den Überresten einer Giraffe die Bäuche voll schlugen. In freier Natur hat man vor dem König der Tiere doch deutlich mehr Respekt als im Zoo. Nach einigen Fotos machten wir uns, nicht zuletzt wegen des doch erheblichen Gestanks, von dannen. 
Zwei Nächte hatten wir in Olifants verbracht, zwei weitere in Skukuza dem größten Camp im Krügerpark. Trotzdem ist uns der Abschied schwer gefallen und es war lange nicht genug. Mit unserer Ausbeute waren wir allerdings gut zufrieden. Drei der "Großen Fünf" hatten wir gesehen: Elefant, Büffel und Löwe. Der Leopard uns das Nashorn hatten sich zu sehr versteckt. Dafür hatten wir das Vergnügen die Bekanntschaft von vielen anderen Bewohnern zu machen: Giraffen, Zebras, Nilpferde, Krokodile, Affen ohne Ende, Gnus, Antilopen aller Arten und, und, und. Auch Vogelfreunde kamen ganz auf Ihre Kosten. 
 

Nun sollte uns unser Weg weiter zum "St. Lucia Wetlands Park" führen. Diesen kann man allerdings getrost weglassen. Es ist zwar ein sehr schönes Gebiet, kann aber den Krügerpark verwöhnten Reisenden keine Steigerung bieten. Wir führen weiter nach Durban. Auf dem Weg machten wir einen Abstecher in das Zulu-Dorf Shakaland. Dies war einmal eine Filmkulisse. Heute dient es als Freilichtmuseum und ermöglicht den Touristen einige spektakuläre Fotos. Es hat uns eigentlich ganz gut gefallen, wobei man ehrlicher Weise sagen muß, daß es in Shakaland wirklich sehr nach Touristenfalle stinkt. Von Durban flogen weiter nach Port Elisabeth.

 

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© 30.01.2005

 

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