Patagonien

 

 

 

Sonntag, 02.03.

Pinguinkolonie am Seno OtwayHeute fliegen wir in den tiefen Süden Chiles, nach Punta Arenas.

Unser 1. Stop ist die Magellan Pinguinkolonie am Seno Otway. Die Vögel sind echt witzig. Robert verschießt mehrere Filme und Stephans Videokamera läuft heiß.

Endlich lösen wir uns schweren Herzens, denn bis Puerto Natales ist es noch ein langer Weg. Abends gehen wir nur noch fix essen und fallen erschöpft ins Bett.

 


Patagonien


 

Windflüchter in der stürmischen patagonischen PampaMontag, 03.03.

Heute geht’s wieder über die Grenze nach Argentien. Die Straße ist extrem schlecht, wir brauchen für die 360 km locker 6 Stunden. Da es unterwegs außer Steppe gar nix gibt, fallen wir hungrig in der ersten Supermarkt in El Calafate ein und holen ein paar leckere Kleinigkeiten. Unser Hotel Lar Aike ist ganz entzückend und hat einen tollen Seeblick. Nach kurzer Diskussion (lohnt das jetzt noch?) beschließen wir, wenigstens schon mal einen kurzen Blick auf den Perito Moreno Gletscher in 80 km Entfernung zu werfen. Doch schon nach 50 km werden wir von der Nationalparkverwaltung gestoppt.

 Erstens müssten wir für den Abend den vollen Eintritt zahlen und zweitens nur in bar und in argentinischen Pesos. Da wir nur US-Dollar in  der Tasche haben, wird uns die Entscheidung abgenommen. Also fahren wir zurück und decken uns für morgen früh mit Pesos ein (geht mittlerweile ganz bequem am Geldautomaten). Abends gehen wir natürlich wieder Steaks essen.

 

Perito Moreno GletscherDienstag, 04.03.

Der blanke Wahnsinn !!!! Einen vergleichbaren Anblick gibt es wohl selten auf der Welt. Hell- bis dunkelblaues Gletschereis steht als 60-70 m hohe und mehrere 100 m breite Wand vor uns. Ein ständiges Grollen, welches manchmal in ein enormes Donnern übergeht, ist die Geräuschkulisse. Ständig lösen sich Brocken und krachen in die Tiefe. Plötzlich bricht ein riesiges Stück der Front ab. Es ist ohrenbetäubend und der Anblick ist atemberaubend. Man muss diese Superlative benutzen, weil es anders nicht zu beschreiben ist. Ohne uns zu langweilen halten wir uns hier den ganzen Tag auf. Wir machen zwischendurch noch eine Bootstour an der Gletscherwand entlang. Direkt in unserer Nähe stürzt ein riesiges Eisfeld in sich zusammen – Stephans Batterie gibt ausgerechnet jetzt auf, aber Robert hat seinen Fotoapparat auf Dauerfeuer eingestellt und auch Uwe ist ganz fleißig.

 

 

Perito Moreno GletscherAbends fallen wir erschöpft ins Bett und sind uns einig, die 6 Stunden Hoppelpiste haben sich voll gelohnt.

   
                       

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© 27.01.2005

 

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