Mittwoch, 05.03.
Wir brechen früh auf und
sind schon am frühen Nachmittag in Chiles schönstem Nationalpark, dem Torres
de Paine. Hohe Berge, türkisfarbene Gletscherseen, klare Flüsse und zwei
ebenfalls sehr beeindruckende Gletscher sind nur die absoluten Höhepunkte
dieses Parks. Leider ist es etwas diesig. Trotzdem machen wir zur Sicherheit
schon mal ein paar Fotos. Wir treffen zutrauliche Füchse (Zorro) und lustige
Guanakos. Da die Fahrt doch sehr anstrengend war, machen wir Rast in der
Hosteria Grey. Doch schon bald treibt es uns wieder aus den Sitzen:
bonbonblaue riesige abgesprengte Gletscherberge treiben den See entlang. Das
müssen wir uns aus der Nähe ansehen. Wir machen eine kurze Wanderung durch
den Wald, in dem lustige und laute kleine grüne Papageien leben, zum
Gletschersee.
Das Eis sieht auch aus der Nähe wie Styropor aus! Der
Anfass-Test zeigt aber: Echt! Abends kehren wir in unsere Hosteria Cabanas
de Paine ein. Es stellt sich raus, dass sie sich auf der anderen Uferseite
befindet. Wir buckeln unser Gepäck über eine schmale lange Brücke und quer
über eine Pferdekoppel - endlich haben sich die Rucksacktaschen bezahlt
gemacht!
Donnerstag, 06.03.
Den ganzen Tag regnet es!
Die Jungs wollten heute eigentlich zu den Torres wandern. Wir erfahren vom
Park-Ranger, dass es die letzten 14 Tage ununterbrochen geregnet hat. Wir
fahren trotzdem los. Doch als wir an der Brücke ankommen ist sie überflutet.
Wir werden Zeuge einer Rettungsaktion. Zwei Touristenpaare werden mit Ihren
Mietwagen durch die kniehohe Suppe gezerrt. Das Auto steht bis zu den Sitzen
voll Wasser. Es wird sicher schwer werden, das dem Autovermieter zu
erklären.
Trotz Regen wandern wir
zu einem Wasserfall. Der Sturm (laut Stephan: ‚Echtes Männerwetter’) fegt
uns fast von der Klippe – am Ende geht aber nur die Mütze drauf.
Beeindruckend!
Freitag, 07.03.
Der Morgen begrüßt uns
mit Sonne! Schnell aus den Kissen und das Auto beladen. Doch wie dorthin
kommen? Mittlerweile ist auch bei uns der Wasserstand so hoch, dass wir
nicht zur Brücke durchkommen. Wir werden mit dem Boot rübergefahren. Noch
schnell eine Fotorun de durch den Park und dann müssen wir auch schon los.
Wir übernachten in Punta Arenas, einer der südlichsten Städte der Welt. Zum
Abend probieren wir die Spezialität dieser Gegend: Seespinne. Sehr lecker.
Sonnabend,
08.03.
Wir fahren noch weiter
nach Süden. Nach ca. 50 km treffen wir auf einen Monolithen, der die
geographische Mitte! von Chile anzeigt. Wenige Meter vor dem Ende des
chilenischen Festlandes erscheint das doch merkwürdig. Es erklärt sich
dadurch, dass Chile Anspruch auf einen Teil der Antarktis erhebt. Ein paar
Kilometer weiter besuchen wir Fuerte Bulnes. Eine restaurierte
Verteidigungsanlage aus dm 16.Jh. Stephan ist begeistert: Überall darf man
rein und rauf, alles anfassen und überall rausgucken. Abends fliegen wir
nach Santiago und fallen nach Mitternacht in unser Airporthotel müde in die
Kissen.
Sonntag, 09.03.
Mittags Abflug nach
Berlin. Der Flug verläuft wieder sehr angenehm und Deutschland empfängt uns
am 10.3. mit kaltem Wetter. Brrr...
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